Wie aus einem einfachen Wartungsmodus ein eigenes Maintenance Plugin wurde

von Martina | Plugin

Manchmal entsteht ein gutes Plugin nicht aus einer langen Featureliste, sondern aus einem ganz konkreten Gefühl.

Ich wollte nicht schon wieder ein Wartungsplugin installieren, das entweder zu technisch aussieht, zu wenig kann oder nicht wirklich zu meiner Arbeitsweise passt. Ich wollte eine Lösung, die sich hochwertig anfühlt, leicht bedienbar ist und genau das kann, was ich in echten Kundenprojekten brauche.

Ein Wartungsmodus sollte für mich nicht einfach nur heißen, dass Besucher eine weiße Standardseite mit einem kurzen Hinweis sehen. Gerade während Relaunches, Kundenabnahmen oder technischen Umbauten ist dieser erste Eindruck wichtig. Die Website ist vielleicht noch nicht fertig, aber sie sollte trotzdem professionell wirken.

Aus diesem Wunsch ist das MTDS Maintenance Panel entstanden.

Der ursprüngliche Wunsch

Am Anfang stand eine recht einfache Idee.

Ich wollte ein eigenes Maintenance Plugin, mit dem ich eine Website vorübergehend sperren kann. Nicht angemeldete Besucher sollten einen schönen Sperrbildschirm sehen. Angemeldete Benutzer sollten weiterhin ganz normal auf der Website arbeiten können.

Dazu sollte es ein eigenes Design geben, passend zu meinen anderen Plugins. Kein liebloses Standard WordPress Gefühl, sondern ein ruhiges Dashboard mit klaren Cards, schönen Abständen und einer Oberfläche, die man gerne benutzt.

Der Sperrbildschirm sollte ein Hintergrundbild, ein Logo, eine Überschrift, Text, Button, Social Links und Kontaktmöglichkeiten enthalten. Außerdem wollte ich einen Countdown einschalten können, wenn eine Website bald live geht oder eine Wartung zeitlich angekündigt werden soll.

Das war der Start.

Aber ziemlich schnell wurde klar, dass ein richtig gutes Maintenance Plugin mehr können muss.

Warum ein eigenes Plugin sinnvoller war

Die erste Frage war, ob diese Funktion in ein bestehendes Performance Plugin gehört oder ob daraus ein eigenes Plugin werden sollte.

Die Entscheidung fiel klar auf ein eigenes Plugin.

Ein Wartungsmodus ist etwas anderes als Performance Optimierung. Er betrifft Sichtbarkeit, Zugriff, Login, Vorschau, Kundenfreigaben und teilweise auch SEO Signale. Wenn ein Performance Plugin deaktiviert oder ausgetauscht wird, sollte dadurch nicht plötzlich der Wartungsmodus verschwinden.

Deshalb wurde das Maintenance Panel bewusst eigenständig aufgebaut. Es kann unabhängig installiert, aktiviert, eingerichtet, exportiert und auf anderen Kundenprojekten wieder genutzt werden.

Woran wir besonders gearbeitet haben

Besonders viel Arbeit floss nicht nur in die große Funktion, sondern in die kleinen Details.

Der Sperrbildschirm sollte nicht nach Plugin aussehen. Er sollte eher wie eine hochwertige Coming Soon Seite wirken. Mit Glasoptik, Hintergrundbild, Logo, responsiver Typografie und einem ruhigen Layout.

Dabei mussten wir immer wieder nachjustieren.

Das Logo musste wirklich mittig sitzen. Die kleinen Modus Elemente sollten optisch sauber ausgerichtet sein. Die Toggles im Dashboard sollten nicht nach WordPress Standard aussehen. Der aktive Zustand musste klar erkennbar sein. Selbst der kleine weiße Punkt im Toggle durfte beim Aktivieren nicht hochrutschen.

Solche Dinge klingen klein, aber genau diese Details entscheiden am Ende, ob sich ein Plugin billig oder hochwertig anfühlt.

Die größte Herausforderung war die Flexibilität

Ein Sperrbildschirm sieht auf einem großen Monitor schnell gut aus. Schwieriger wird es auf kleineren Laptop Displays, besonders wenn Countdown, Logo, Text, Button und Social Links gleichzeitig sichtbar sind.

Die erste Version war optisch schön, aber auf kleineren Bildschirmen mit aktivem Timer noch zu groß. Deshalb haben wir das Layout flexibler gemacht.

Jetzt lässt sich die Titelgröße im Dashboard steuern. Es gibt eine minimale Größe, eine responsive Zwischenstufe und eine maximale Größe. Auch die Boxbreite und ein kompakter Laptop Modus lassen sich einstellen.

Das war wichtig, weil ein Plugin nicht nur auf einem perfekten Screenshot funktionieren darf. Es muss im Alltag funktionieren, auf verschiedenen Geräten, mit unterschiedlichen Textlängen und mit aktivem oder deaktiviertem Countdown.

Der Login sollte nicht nach WordPress aussehen

Ein weiterer Punkt war der Login.

Ursprünglich gab es unten rechts ein Schloss Icon, das zum normalen WordPress Login führte. Funktional war das okay, aber es fühlte sich nicht fertig an.

Deshalb wurde daraus eine eigene kleine Loginbox direkt auf dem Sperrbildschirm. Wenn man auf das Schloss klickt, öffnet sich rechts eine kleine Box mit einer hübschen Animation. Sie bleibt bewusst am Rand und überlagert nicht die große mittlere Sperrbox.

Der Login passiert also im eigenen Stil, nicht über den Standard WordPress Bildschirm. Nach erfolgreichem Login landet man direkt auf der Startseite im Frontend.

Das macht den Ablauf viel angenehmer, besonders wenn man Kunden oder Teammitglieder durch eine geschützte Website führt.

Geheime Vorschau Links waren ein entscheidender Wunsch

Ein normaler Wartungsmodus reicht oft nicht aus.

In echten Projekten gibt es fast immer diese Situation, dass eine einzelne Unterseite schon vom Kunden gesehen werden soll, während der Rest der Website geschützt bleibt. Dafür wurden geheime Einzelseiten Links eingebaut.

Damit kann ich eine bestimmte Seite freigeben, ohne dass jemand einen WordPress Zugang braucht. Der Link kann kopiert und an den Kunden geschickt werden. So lässt sich eine Unterseite prüfen, während die Website weiterhin im geschützten Modus bleibt.

Später kam noch ein zweiter Wunsch dazu, nämlich ein geheimer Link für die gesamte Website. Auch das ist jetzt möglich.

Ich kann also entscheiden, ob jemand nur eine einzelne Seite sehen darf oder die komplette Website. Genau diese Unterscheidung fehlt in vielen einfachen Maintenance Plugins.

Sicherheit war ein eigener Entwicklungsschritt

Bei Wartungsplugins muss man ehrlich sein.

Ein solches Plugin ist kein Ersatz für echte Server Sicherheit, wenn es um hochsensible Inhalte geht. Aber für Wartung, Coming Soon, Kundenabnahmen und private Vorschauen muss es trotzdem solide aufgebaut sein.

Deshalb wurde das Plugin gehärtet.

Es gibt eine Rollensteuerung für eingeloggte Benutzer. Administratoren bleiben immer freigeschaltet, aber andere Rollen können gezielt gesteuert werden. Die REST API, Feeds und Sitemaps können optional für Besucher eingeschränkt werden. Cache Header sorgen dafür, dass der Sperrbildschirm nicht durch alte Cache Zustände unterlaufen wird.

Geheime Links werden nicht einfach im Klartext gespeichert. Neue Links arbeiten mit gehashten Tokens. Der vollständige Link wird nur direkt nach der Erstellung angezeigt. Wenn man ihn später nicht mehr hat, erzeugt man einfach einen neuen.

Das ist für den Alltag genau richtig, weil es praktisch bleibt, aber deutlich verantwortungsvoller umgesetzt ist als eine einfache Linkfreigabe.

Import und Export machen das Plugin agenturtauglich

Ein Plugin für eine einzelne Website ist nett. Ein Plugin für viele Kundenprojekte muss aber übertragbar sein.

Deshalb kamen Import und Export dazu.

Die Einstellungen können als JSON exportiert und auf einer anderen Website wieder importiert werden. Farben, Texte, Layoutwerte, Logo URLs, Hintergrundbild URLs und andere Konfigurationen lassen sich so übernehmen.

Auch geheime Links können optional mit exportiert werden. Dabei bleiben die Tokens weiterhin geschützt, weil sie nur gehasht gespeichert werden.

Das ist besonders praktisch, wenn man ein bewährtes Setup nicht jedes Mal neu zusammenklicken möchte.

Was das Plugin jetzt kann

Das MTDS Maintenance Panel ist inzwischen deutlich mehr als ein einfacher Wartungsmodus.

Es kann Coming Soon Seiten anzeigen, Websites während der Bearbeitung sperren, private Vorschauen ermöglichen, einzelne Unterseiten geheim freigeben und bei Bedarf die komplette Website über einen geheimen Link öffnen.

Es hat einen eigenen Sperrbildschirm mit Logo, Hintergrundbild, Texten, Button, Social Links, Kontaktlinks, Countdown und Loginbox. Das Design lässt sich direkt im Dashboard einstellen. Die Titelgröße und Boxbreite sind flexibel steuerbar, damit der Bildschirm auch auf kleineren Geräten gut funktioniert.

Dazu kommen Sicherheitsoptionen, Rollensteuerung, REST API Schutz, Feed Schutz, Sitemap Steuerung, Cache Header sowie Import und Export.

Kurz gesagt, es ist nicht nur ein Wartungsplugin, sondern ein kleines Kundenfreigabe System.

Was ich damit jetzt kann, was viele andere Plugins nicht so können

Mit vielen klassischen Wartungsplugins kann man eine Website sperren und eine einfache Hinweis Seite anzeigen. Das reicht manchmal aus, aber in echten Agenturprojekten fehlt oft genau die Flexibilität, die man täglich braucht.

Mit diesem Plugin kann ich eine Website hochwertig geschlossen halten und trotzdem gezielt Einblick geben. Ich kann einzelne Seiten an Kunden schicken, ohne ihnen einen Login zu geben. Ich kann die komplette Website über einen geheimen Link freigeben. Ich kann den Login direkt im eigenen Design anbieten. Ich kann den Sperrbildschirm optisch an das Projekt anpassen. Und ich kann fertige Einstellungen exportieren und auf anderen Websites wieder importieren.

Das macht den Unterschied.

Es geht nicht nur darum, eine Website unsichtbar zu machen. Es geht darum, professionell mit unfertigen Websites zu arbeiten.

Für mich ist genau das der wichtigste Punkt. Das Plugin schützt nicht nur den aktuellen Stand einer Website, sondern verbessert den gesamten Ablauf zwischen Entwicklung, Korrekturrunden, Kundenabnahme und Livegang.

Fazit

Aus einem einfachen Wunsch wurde Schritt für Schritt ein eigenes Werkzeug.

Am Anfang ging es nur um einen schönen Wartungsmodus. Dann kamen echte Anforderungen aus der Praxis dazu. Geheime Links. Kundenfreigaben. Login im eigenen Stil. Responsives Layout. Countdown. Sicherheit. Import und Export.

Genau so entstehen die besten kleinen Tools. Nicht aus Theorie, sondern aus einem echten Problem im Arbeitsalltag.

Das MTDS Maintenance Panel ist deshalb kein Plugin, das einfach nur eine Website sperrt. Es ist ein Werkzeug für kontrollierte Sichtbarkeit, schöne Kundenabnahmen und entspanntere Relaunches.